Samstag, 9. August 2008

Der königliche Lauf
von Hauke Peters

Tief läßt er ihn hängen, den majestätischen Speer,
den funkelnden Schild schleift er hinter sich her,
taumelnden Schrittes geht es grad noch voran,
bloß ein Gedanke: "Hoffentlich komm' ich bald an!"

Er sieht ihn schon, den rettenden Ort,
und mit Schweiß auf der Stirn schleppt er sich fort,
weiter und weiter und immer drauf zu,
dann versagt es ihm, und um ihn ist Ruh'.

Zu Hilfe eilen die Männer des Stammes,
sie sehen ihn fallen und denken sich kann es
wahrhaft so sein, daß er es nicht schafft,
König der Zulu, das Inbild der Kraft?

König Shaka, verstört und bedauert,
kauert vor einem Häuschen, aus Lehm gemauert.
Es just zu erreichen hat er geglaubt,
jetzt hebt er beschämt sein verbrämtes Haupt.

Er spricht die Worte gereimt und klar,
und plötzlich wird jedem das Unglück gewahr:

"Shaka Zulu
Kaka Lulu."

Mittwoch, 11. Juni 2008


Als Schwester Mathilde nach zahllosen unerhörten Gebeten die Hoffnung bereits fahren lassen wollte,
umfing sie der Geist in der Nacht zu Mariä Himmelfahrt erfreulicherweise doch noch:
Der Nonnenchor unter ihrer Leitung sollte fortan den Namen "Bruder Jakob Sisters" tragen.

Sonntag, 18. Mai 2008

Nach einem wenig erholsamen Mittagsschläfchen
brach zum wiederholten Male der Despot in Herrn Krawuttke durch:
Aus purer Genußsucht ließ er 23 unschuldige Erdbeeren köpfen, zweiteilen und zuckern.


Samstag, 9. Februar 2008

Schnei der Lein
von Hauke Peters

Es war einmal ein Schnei
der, der schnei
derte nicht Klei
der, vielmehr
schnitt er
Wör
ter.

Hat Teer Siege Schnitten
Finger Anzuk Itten
Oh Nedara Ufzu Achten
Obsi Enochein le Uchten.
Wicht Igwa Rehnu Reines:
Ertat Esobdes Reimes.

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