Samstag, 9. Februar 2008

Schnei der Lein
von Hauke Peters

Es war einmal ein Schnei
der, der schnei
derte nicht Klei
der, vielmehr
schnitt er
Wör
ter.

Hat Teer Siege Schnitten
Finger Anzuk Itten
Oh Nedara Ufzu Achten
Obsi Enochein le Uchten.
Wicht Igwa Rehnu Reines:
Ertat Esobdes Reimes.

Freitag, 23. November 2007

Sein oder Nichtsein
von Hauke Peters

So es ist,
daß man ist,
was man ißt,
ist man nichts,
ißt man nichts.

Also besser
Allesfresser.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Frischkäserest
von Hauke Peters

Wenn ich mal in Bukarest
vom Buko Frischkäse eß',
ein, zwei Biss, nicht gleich alles,
dann bleibt gewiß, soviel steht fest,
am Ende noch ein Bukorest.

(Ißt man aber lieber Exquisa,
ist das Gedicht gleich unpräziser.
Ungenießbar, ganz und gar,
wird's bei Philadelphia.)

Dienstag, 4. September 2007

Util
von Hauke Peters

Was John Stuart Mill
von uns will,
ist, ohne zu erröten,
erzählen: Das Töten
WENIGER ist zu erstreben,
wenn dadurch VIELE überleben.

Die Theorie
heißt "Utili-
tarismus"
und gewiß muß,
nein, müßte sie,
heißen, wie
man es kennt,
nach ihrem Produzent.

Nur leider gibt's davon
den "Itarismus" schon.

Ob "Util-"
oder "Mill-",
ist eigentlich egal,
denn ohne Qual,
vielmehr Bemühen,
sind die Wörter synonym
zu setzen,
und ihre Werte zu vernetzen:

In Kriegen
wiegen
Leben
VIELER mehr
als eben
WENIGER.

Und trotzdem hört man stetig,
es handle sich um Ethik.

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